Meditieren mal anders

Ihr kennt das sicher, in vielen (eigentlich allen) Büchern werden Entspannungsübungen damit eingeleitet, dass man zählen soll. Entweder vorwärts, oder rückwärts, manchmal soll man sich die Zahl auch bildlich vorstellen.

medi

Manchmal hab ich eine der Übungen ausprobiert, es aber schnell wieder gelassen, weil es mir nicht wirklich geholfen hat. Wobi ich da wirklich selber Schuld war, denn ich habe einfach nicht mitgedacht und die Tatsache ignoriert, dass ich eine Zahlenphobie habe. Ja, doch, so was gibt es. Rechenlegastheniker ist etwas, was vorkommt!

Im Alltag denke ich kaum darüber nach. Bis ich eben letztens die Erkenntnis hatte, diese Zahlen, die zur Entspannung führen sollen, mit Worten zu ersetzen. Ich habe ganz willkürliche Wörter gewählt und es ausprobiert – und es hat sofort geklappt.

Generell will ich nur mal wieder bemerken, wie wichtig es ist, bei allen Dingen ‚mitzudenken‘ und es ganz genau an persönliche Vorlieben und Abneigungen anzupassen.

Advertisements

Popularität der Mondgöttin – hier ist der Grund! *evtl trigger ra/rmb*

Ja, Leute, ich habe es herausgefunden, wie die Frau als lebensspendende Sonne zum nächtlichen, blassen Widerschein umfunktioniert wurde!

Es war natürlich das Werk von Männern. Ich glaube, es fing im Altertum an, bei den Griechen und Römern. Wie und warum, das hab ich bisher nicht rausfinden können. Aber über den am Ende des zwanzigsten Jahrhunder aufkommenden ‚Frau Mond‘ Kult hab ich feine Infos ersteigert.

Es nahm seinen Ursprung in der Satanismusszene, Schwarze Magie und Okkulthandlungen zum Zweck der Manipulation. Aleister Crowly beschreibt es (hat es aber sicherlich nicht erfunden) in seinem Buch ‚Moonchild‘. Die Satanisten praktizierten schon damals generationsübergreifende Mind Control und suchten nach Methoden, um noch bessere Sklaven zu erschaffen. Und so fanden sie die Moonchild-Zeremonie, um einen ungeborenen Fetus zu traumatisieren. Zunächst einmal war diese vorgeburtliche Einflussnehmen wichtig, da diese Zeit äußerst prägend ist.

„Families who wanted dissociative children learned that dissociative babies could be born if the child in the womb is tortured. Mothers were also severely traumatized during their pregnancy, which simultaneously traumatizes the babies which they carry.“

Dazu kam dann, dass sie eben Rituale abhielten, bei denen sie mithilfe der Mondgöttin Artemis/Diana den Fetus für sich beanspruchten. Dabei wurde die Schwangere, Zitat:

„The woman was coached to identify herself with what is known as Grandmother Moon.“

mond okay

Es ist nicht genau zu sagen, wie viele so ‚gecoachte‘ Frauen und deren Babies weltweit lebten und leben. Aber die Identifizierung mit dem Mond hat sich verbreitet. Ob dies im Zusammenhang mit der altertümlichen & christlichen Verschwörung, Frauen abzuwerten, geschah oder nicht – es kam alles zusammen und hatte Wirkung. Nicht nur der Glaube, dass die Göttin der Mond ist, sondern auch der Glaube daran, dass sie es schon immer war, eine Herrscherin in der Nacht während die männliche Sonne das Tagesgeschehen regiert – hat sich durchgesetzt.

Arme Artemis, auch mit ihr wurde Missbrauch betrieben. Den Mond als weiblich-göttlich zu sehen ist alleine sicherlich nicht schlimm, aber dieser Dogmatismus, dass ein Planet nur männlich und der andere nur weiblich (und ‚passiv‘ O.o auch ein schönes Wort, um Schwäche zu suggerieren) zu sein hat… Das gefällt mir nicht.

Quelle: Springmeier und Wheeler, aus ihrem Aufklärungsbuch über Satanskulte. Das ich leider gerade lese. Nicht gerade leichter Stoff. -.-

Hail the Hammer Wielder!

Sooo, der dritte Thor Film ist nun im Kino – und wehe dem, der in meiner Anwesenheit sagt ‚ja aber des is ja nur ein Film und hat nix mit den echten Götten zu tun‘. Spielfilme sind unsere moderne Unterhaltung. Früher wurden die Geschichten am Lagerfeuer erzählt und durch orale Tradition weitergegeben. Heute machen wir Filme und verbreiten sie auf DVDs. Nur weil es moderner ist, ist es nicht weniger archaisch oder heilig oder mythologisch.

Und nein, auch früher hat nicht jeder, der die Geschichten gehört hat, daran geglaubt, dass es die Götter wirklich gibt. Und es wurde beeinflusst, wie man gerade lustig war – so wie eben auch heute. Es hat sich nichts geändert, nicht wirklich. Wer also die Vergangenheit idealisiert und die Gegenwart banalisiert, hat etwas nicht kapiert.

Aber davon mal abgesehen. Ist es nicht toll, wie beliebt und angesagt Thor heutzutage wieder ist!? Da kommen nur noch wenige Christen, die ihn verteufeln, und die werden nicht ernst genommen. Jeder kennt ihn, jeder weiß, worum es geht. History repeats itself, wie man so schön sagt, und mal wieder ist Thor der beliebte Gott des ‚Bauernvolks‘, Anführer der einfachen Leute. Odin hat kaum was zu sagen, zumindest nicht unter Muggeln.

https://hexenherd.files.wordpress.com/2017/11/40fbd-sifthor2poster.jpg?w=469&h=698

(Sif kann sehr wohl auch kämpfen, so als Walküre und Schutz/Rachegöttin.)

Tja, und um doch noch mal über früher zu reden. Wir alle wissen, dass Odin erst später aufkam, wahrscheinlich ein vergötterter Ahnenheld war. Tiwaz war lange der Hauptgott der West- und Südgermanen. Tiwaz und seine Frau Frija, die bei den Balten als Dievas und Saule zu finden sind. Bei den Balten gibt es die merkwürdige Erscheinung von drei Hauptgöttern, eben als dritter, beim Volk viel beliebterer Gott tritt Perkunas in Erscheinung. Er wird beschrieben als kräftiger Mann mit Kupferbart, der sich von einem Ziegenbock über den himmlischen Steinhügel ziehen ließ und so das Gepolter verursacht.

Nun hab ich natürlich meine eigene Theorie, und zwar, dass Perkunas eigentlich auch Dievas war/ist. Den Namen/Titel ‚Dievas‘ nahm man nur selten in den Mund, zu hohen Anlässen, und er bedeutet einfach nur ‚Höchster Gott‘. Das bedeutet, es hätte auch Perkunas Titel sein können. Dievas und Perkunas waren beide mit Saule verheiratet, beide waren Himmel-, Wetter- und Erntegötter. Im benachbarten Finnland gab es (wie eben bei den Germanen) nur einen höchsten Himmelgott, der Heldenzüge hatte, Beschützer und Schmied war.

(Thor hat auch Wurzeln als Schmied, was nicht nur an seinem Hammer zu erkennen ist. Wiki: „Der Begriff Himmel geht auf eine indogermanische Wortwurzel zurück, die Stein, Amboss bedeutet“ und Paul Hermann sagt: „Die älteste germanische Bezeichnung für den Herd ist das Wort Ofen, dessen Grundbedeutung „Schleuderstein, harter Stein, Felsstück“ ist. Der Herdstein galt als ein vom Gott auf die Erde geschleuderter Stein; der Blitz erscheint als Stein verkörpert auf der Erde, und zwar als Donnerstein. So stieg der Gott auf die Erde, um am Herde Wohnung zu nehmen. Darum galt auch der Gewittergott als Herdgott und Beschützer des Hauses.“)

Und noch mal zu Perkunas:

„Perkunas, Perkuns, Perkunus, der Donnergott, der mit dem römischen Jupiter gleichgesetzt wird, wird auch Diewaitis/Dievaitis „Gottchen“ genannt und als ‚Alter Vater‘ angesprochen.“

Ach ja, Jupiter und Zeus. Die absoluten, unangefochtenen Herrscher ihres Pantheons sind emytologisch identisch mit Perkunas, Thor, Donar und Tiwaz/Dievas, sowohl als auch die keltischen Götter Taranis und Dagda. Auch in südlichen Kulturen wird der Herr der Himmels, der Hauptgott, als Donnergott bezeichnet, der Fruchtbarkeit oder Verderben bringen kann. Und das Donnergrollen selbst gilt heute noch als ‚Zeichen von Gott‘.

Nein, niemand kann mir sagen, dass Thor nicht der ursprüngliche Hauptgott aller Kulturen war und ist, darunter eben auch Tiwaz-Ingwaz. *fangirlmodus aus* Und wenn man dann noch dazu nimmt, dass seine Frau Sif woanders als Freya oder ‚Gute Frau‘ in Erscheinung tritt („Jacob Grimm records that in his time residents of Värmland, Sweden „call Thor’s wife godmor, good mother“)*, dann macht alles noch mal doppelt so viel Sinn.

Bam! Von daher… geht ins Kino und lasset euch von unserem Gott, dem Allmächtigen, unterhalten. (Hm, klinge ich gerade christlich? Lol)

https://mtncatholic.files.wordpress.com/2014/12/6d954-thor2.jpg?w=584

*Quelle: Weiß ich nicht mehr, okay, manchmal kopiere ich mir Aussagen und vergesse, die Quelle zu notieren. Sue me!

 

 

 

Die drei Weltenschöpfer

Jawohl. Mal was anderes, ich schreibe ausnahmsweise nicht über die Sonnengöttin. Ähem, nicht nur.

Jedenfalls werden in der Edda als auch in anderen Quellen drei erste Götter beschrieben, die die Welt erschaffen. Dies deckt sich mit der Mythologie der West-Germanen, die sich von drei Brüdern abstammend betrachteten, und auch kommt das Thema ‚drei Brüder‘ sehr oft in der gesamten Mythologie vor, am bekanntesten darunter Weland und seine beiden Brüder.

Man weiß nicht, welche Brüder zuerst da waren, aber der Logik zuliebe fang ich mal mit den Weltenschöpfern an.

Als Namen sind hier bekannt ‚Vili, Va, Ve‘ oder ‚Odin, Honer, Loke‘. (Und wir alle wissen, dass Odin eine eher späte Erscheinung war!) sie erschufen zusammen den Körper der Menschen aus Holz, und dann gab jeder Gott ein Geschenk. Odin hauchte ihnen den Geist ein, Gnade und Sinn für Gerechtigkeit. Honer schenkte ihnen Verständnis, Erinnerung und Willenskraft. Sehr gute Gaben, keine Frage! Doch dann kam Loke und brachte das Böööse in die Welt: er gab den Menschen Leidenschaft, Verlangen und Göttlichkeit. Gefühle also. Dafür wird er in den Texten von Anfang an tatsächlich als ’nach Bösem trachtend‘ beschrieben, einer, der Schlechtes im Sinn hatte.

Ähm ja. Aber es wird noch besser, auch wenn ich kurz abschweife. Denn obwohl Loke/Loki tief innen schlecht war, war er anfangs harmlos… bis eine Frau ihn verführt hat und Krieg in die Welt brachte. Ich zitiere hier Mackenzie, der ‚Teutonische Mythologie‘ mit Hilfe all der bekannten Quellen verfasst hat. Laut ihm war Gulveig eine Dreiergruppe von Riesinnen, getarnt als eine einzelne, unheimlich schöne Frau. Gulveig/Alveig, Aurboda/Angrboda und dann noch eine Frau, die nur den Titel ‚Die Mutter des Bösen‘ trug. Sie flüsterte Loki zu, sich zu erheben und seine wahre Natur auszuleben.

Tja. Jetzt wisst ihr Bescheid.

Zurück zu den Brüdern. Die drei Elfen- oder Riesenbrüder, die viel umhergekommen sind, heißen Aegir, Kari und Loge. Aegir hat einen unerschöpflichen Kessel, Kari ist Poet und hat ein magisches Schwert und Loge ist Schmied sowie Bogenschütze, der Heilung und Krankheit bringen kann. (Wie Apollo.) Die Gestalten kommen oft vermischt vor, sehr bekannt als Weland, Volund, Wilhelm Tell, aber auch Orvendil wird als Name genannt. (Wer will alle Namen wissen? Liste ganz unten.)

Sehr oft wird erzählt, wie die drei Brüder drei Schwanenfrauen beim Baden beobachteten und dann natürlich heiraten wollten. Egal, ob es ihre Halbschwestern sind oder nicht. Und ebenfalls natürlich kommen alle Hochzeiten dann zustande, auch wenn die Frauen im Laufe der Zeit anscheinend untereinander getauscht wurden. Sie heißen Groa, Signe-Alveig und Idun. Wachstum, Nahrung und Erneuerung. Wie im letzten Artikel gesehen, sind das Töchter der Sonnengöttin.

Aegir-Orvandil heiratet Groa, Volund Idun und Signe heiratet… auch Aegir?

Groa und Signe, könnte eine von ihnen Sif sein, als deren erster Mann eben Orvandil galt? Er starb später, und hatte deswegen keine weitere Frau. Volund und Idun ging auch nicht gut aus, und sie heiratete dann Brage/Bragi. Volund kommt als Thjasse in der Edda vor und lässt sich von Loki Idun herbeibringen… und wenn man bedenkt, dass auch Loki Volund sein könnte, ist die schöne mythologische Unlogik, äh, Mystik wieder da. 🙂

Liste aller Namen, mit denen Ivaldis Söhne bezeichnet werden:

Gymir\Hymir, Hler, Egir, Engil/Ingil, Slagfin, Svipdag, Thjasse, Hlaudver, Finnalf, Fin Folcvolding, Walther, Aggo-Ajo, Ibor-Ebbo, Ide, Gang-Urnir, Hengest, Gelder, Agilaz, Agenor, Luchta, Credne.

Der Mann im Mond… ist böse?

Die baltische Geschichte, dass der Mond sich an der Sonnentochter vergriffen hat, und verbannt wurde, habe ich ja schon mal erwähnt. Merkwürderweise habe ich aber gestern erst entdeckt, dass es im deutschen und englischen Raum eine ähnliche Legende gab! (Wobei, merkwürdig ist es nicht wirklich, schließlich sind Geschichten über Mond-Männer ja fast schon so was wie ein Tabu in der Hexenszene.)

Ein paar unlogische Dinge gibt es, da es mehrere Aufzeichnungen gibt. Zum Beispiel heißt es, dass Ivaldi seine beide Kinder nach Jötunheim schickte, diese dort vom Mondgott entführt wurden, und Ivaldi daraufhin dessen Tochter entführt, die wiederum als Mutter der beiden zuerst genannten Kinder gilt. Aber wir wollen ja nicht kleinlich sein.

Es war zu der Zeit, in der Sonne und Mond von den älteren, ersten Göttern bewohnt waren. Die Sonnengöttin Alfraudull und der Mondgott Novker (auch: Hnaef, Hnerf, Saekonungr, Hyndlujod, Gevar) waren verheiratet und hatten zwei Töchter, die Sonnengöttin Sunna (auch Swanhild, Svandjödr (Schwanenfeder), Gevar (ja, auch)) und die Mondgöttin Nanna (auch Sinhtgunt, Hildigun). Sunna ist diejenige, die Ivaldi entführt und die ihm Töchter gebiert, darunter am bekanntesten Idun. Alle ihre Töchter waren aber Wachstums- und Fruchtbarkeitsgottheiten, zB. noch Groad ‚Wachsen‘ und Signe-Alveig ’nährender Trank‘.

Nun kam es also dass Ivaldi erfuhr, dass in Jötunheim ein riesiger Kessel mit magischem Met steht. Er schickt seinen Sohn Slagfin und seine Tochter Idun (auch Bil) dorthin, um ihm den Kessel zu holen. Novker schnappt sie und bringt sie mitsamt dem Met nach Asgard. (Laut der nördlichen Vorstellung sind es Slagfin und Idun, die man als Flecken auf dem Mond erkennt.) Daraufhin entführt Ivaldi eben Sunna. Was er auch tut, ist, Novker heimlich umzubringen und ihn zu verbrennen. Er klaut das Met, Odin klaut es zurück… In Südschweden, bei den Angelsachsen und Deutschen hieß es, dass Ivaldi zur Strafe seiner Verbrechen auf den Mond verbannt wurde, wo er fröhlich weiter trinkt, sein Trug wird leerer, dann füllt er ihn wieder auf.

Das finde ich interessant, wie ihr euch sicher denken könnt. Ebenfalls interessant finde ich die Verwandtschaft Sunna-Nanna, zwei Schwestern, Sonne und Mond. Obwohl ich mich schon seit Jahren mit germanischer Mythologie befasse, war mir das total neu – bin ich da die Einzige? Nanna als Mondgöttin scheint in Verbindung zu Balder ja passend, aber tatsächlich ist es Sunna, die ihr Gegenpart ist. Die beiden erinnern auch an die finnischen Schwestern Päivatar und Kuutar, die Sonne und Mond darstellen.

Neue, interessante Fakten:

– Sunna wird auch Schwanenfeder genannt (was Schwäne zu Sonnenvögeln macht – aber dass Walküren Lichtwesen sind, hab ich ja auch gezeigt)

– Sunna und Nanna sind Schwestern

– Sunna ist Iduns Mutter, Idun ist die Tochter der Sonne (was ich mir aufgrund ihrer goldenen Äpfel aber schon gedacht habe, die sind ja das Sonnensymbol schlechthin)

– Nanna ist eine Mondgöttin

– das ältere Götterpaar hieß Alfraudull (über die ich absolut nichts finden kann) und Novker

– Sunna ist die Tochter der Sonne, die jüngere Sonne, die nach Ragnarök scheint

Warum steht auf Wikipedia dann, dass nichts über sie bekannt ist außer die Sunna-Mani-Story? Wer enthält uns hier wichtige Informationen vor, hm?

Neue Vermutungen/Spuren:

– Iduns erster Mann war Völund. Dessen Bruder Orvandil war mit Signe verheiratet, und an andere Stelle heißt es, Orvandil war Sifs erster Mann. Ist Sif Iduns Schwester, ebenfalls Tochter von Sunna? Ist Sif dann aber Signe oder Groad, da letztere Wachstum und Heilung ist sowie seherische Fähigkeiten hat? Oder sind die beiden auch identisch, da beiden die Hochzeit mit Orvandil zugeschrieben wird?

– die drei Söhne von Ivaldi haben noch mehr Namen als eh in der Mythologie üblich ist, ihre Geschichten schienen weit verbritet zu sein. Warum werden sie in der ‚Mainstream-Mythologie‘ nie erwähnt? Oder hab ich einen weiteren Zusammenhang übersehen?

Selene und Luna… Mondgöttinnen?

Selbst ich kann nicht abstreiten, dass es bei den Römern und Griechen Mondgöttinnen gab.

Wobei sich aber die Frage stellt… ist das ein Beweis für das I.E. Konzept von Mondgöttinnen… oder hat diese sich erst im klassischen Altertum entwickelt und ist demnach noch relativ jung?

Wenn diese Frage rebellisch oder merkwürdig vorkommt, dann ist das nur, weil sie bisher kaum jemand stellt. In Wicca und Hexenkreisen ist die Mondgöttin als Große Göttin so verwurzelt, dass viele glauben, sie wurde seit Anbeginn der Zeit verehrt, und die blöden I.e. Völker haben ihr den Platz an der Spitze des Pantheons streitig gemacht.

Diese blöden I.E. Völker waren jedoch selber mal ein einheimisches Volk, und ihre Götter waren die gleichen wie man sie heute noch zB bei den Sami, den Nativen Amerikanern und den Aborigines findet. Mit der Sonne als Göttin, und auch der Sonne als Gott, eben die Sonne im Mittelpunkt des Lebens.

Womit wir wieder bei Selene und Luna sind. Luna bedeutet die Leuchtende, Strahlende, und sie fährt mit ihrem Wagen über den Himmel, genauso wie ihr Bruder Sol. Die beiden dienten als Vorstellung der Ewigkeit, er aufsteigend, sie absteigend. Morgen- und Abendstern. Dies zeigt auch die Fackel, die Selena in der Hand hat, und die Pferde oder Kühe, die ihren Wagen ziehen.

Luna ist also die untergehende Sonne, und so stellte man sich wohl vor, dass sie nachts als Mond weiter leuchtete. Als Beiname hieß sie Noctiluca, Leuchterin in der Nacht. Ich vermute, die allgemeine Verebbung der Abendsternverehrung in den meisten Kulturen hat dann dafür gesorgt, dass sie nur noch nachts leuchtete, und ihr Bruder den ganzen Tag bekam.

Frohes Westara-Fest, Mabon, frohe Herbstgleiche!

Ich hoffe ihr nutzt das Wochenende für schöne Feiern und neue und alte Traditionen. Mir selber ist gerade ein kleiner musikalischer Reim gekommen, der ganz gut für die anstehende Zeit passt:

Heute ist es nun so weit,

Wir gehn in die Dunkelheit.

Nutze diese Zeit für dich,

Kehre ein und find dein Licht.

Und das Gemüse der Saison ist natürlich der Kürbis! Lecker!

Und ja.. dann ist bald auch schon Beginn der Spooky-Saison. 🙂